Das Apollo-Programm

Für das gewagte Ziel einer bemannten Mondlandung waren natürlich umfangreiche Entwicklungen und Berechnungen notwendig, die im Apollo-Programm schrittweise erprobt und gestestet werden mussten.

1967 - Apollo 1: Ein tragischer Beginn: Während eines Tests auf der Startrampe brach ein Feuer in der Kapsel aus. Die Besatzung konnte nicht gerettet werden. Kein Start.

Die Bezeichnungen Apollo 2 und Apollo 3 wurden nicht vergeben.

1967 - Apollo 4: erster Start einer "Saturn V"-Rakete mit einer Apollokapsel (unbemannt)

1968 (Januar) - Apollo 5: Test der Mondlandefähre (unbemannt)

1968 (April) - Apollo 6: der Mondlandeanflug wird erprobt (unbemannt)

1968 (Oktober) - Apollo 7: drei Astronauten testen im Orbit Instrumente und Steuerung (Flugdauer: 1 Tag)

1968 (Dezember) - Apollo 8: drei Astronauten umkreisen erstmals den Mond und landen 6 Tage später wieder auf der Erde

1969 (März) - Apollo 9: die Mondlandefähre wird wieder getestet - drei Astronauten erproben das Andocken der Kapsel an die Mondlandefähre (Flugdauer: 9 Tage)

1969 (Mai) - Apollo 10: neuerliche Umrundung des Mondes - Annäherung der Landefähre an die Mondoberfläche, aber keine Landung. In etwa 15 km Höhe kehrte die Landefähre wieder zum Mutterschiff zurück. Es war die "Generalprobe" für Apollo 11. (Flugdauer: 8 Tage)

1969 (Juli) - Apollo 11: erfolgreiche Landung zweier Astronauten auf dem Mond

1969 (November) - Apollo 12: Mondlandung - diesmal mit vollautomatischer Steuerung

1970 - Apollo 13: verhängnisvolle Panne mit glücklichem Ausgang: In 300000 km Entfernung von der Erde explodierte einer der Sauerstofftanks im Service-Modul, womit die Strom- und Wasserversorgung lahmgelegt wurde. An eine Mondlandung war natürlich nicht mehr zu denken. Die Flugbahn wurde korrigiert, sodass die Kapsel einmal um den Mond herum und dann zurück zur Erde flog. Die Astronauten mussten die Versorgungseinrichtungen der Landefähre nutzen. Diese war allerdings nicht dafür ausgelegt, drei Personen für mehrere Tage am Leben zu erhalten. Nur mit viel Geschick und Einfallsreichtum gelang der Besatzung die unverletzte Rückkehr zur Erde.

1971 (Januar) - Apollo 14: Mondlandung. Die Astronauten sammelten über 42 kg Mondgestein, das zur Altersbestimmung des Mondes diente, und führten eine Reihe wissenschaftlicher Experimente durch.

1971 (Juli) - Apollo 15: Mondlandung. Wieder wissenschaftliche Experimente - erster Einsatz des Mondautos (maximale Geschwindigkeit: 13 km/h).

1972 (April) - Apollo 16: Mondlandung. Die Astronauten führten Bohrungen durch und sammelten Proben aus 3 m Tiefe des Mondes.

1972 (Dezember) - Apollo 17: Mondlandung - es war der einzige Start, der in der Nacht ausgeführt wurde - und es war mit 3 Tagen und 3 Stunden die längste Verweildauer auf dem Mond. Am 14. Dezember 1972 verließ der Astronaut Eugene Cernan als letzter Mensch die Mondoberfläche. Sie wurde bis heute von keinem Menschen mehr betreten.

Von 1969 bis 1972 haben insgesamt zwölf Männer den Mond betreten - alle waren amerikanische Staatsbürger. Trotz der intensiven Mondforschung, die auch heute noch international betrieben wird, sind keine weiteren bemannte Landungen geplant.