15. November,
LEOPOLDI
Leopold III.
der Heilige, der Fromme, der Milde 

Leopold der III. gehörte dem Adelsgeschlecht der Babenberger an. Verheiratet war er mit Agnes von Waiblingen, einer Schwester Kaiser Heinrichs V. Er war von 1095 bis zu seinem Tod 1136 Markgraf von Österreich. Markgrafen waren Adelige, die ein Gebiet an der Grenze eines Reiches verwalten. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben war die Verteidigung der Grenze gegen Angreifer von außen. Das Gebiet wurde dem Markgrafen vom Kaiser bzw. König persönlich auf Lebenszeit überantwortet.

Leopold war sehr gläubig und Gründer einiger Klöster:

  • die Residenzkirche in Klosterneuburg (Schleier-Sage!)
  • Stift Heiligenkreuz
  • Klein-Mariazell
  • Seitenstetten
  • St. Georgen an der Traisen

Er förderte die Städte:

  • Klosterneuburg
  • Wien
  • Krems
  • Tulln
  • Hainburg

1136 wurde Leopold III. bei einem Jagdunfall getötet.

1485 wurde er wegen seiner Frömmigkeit heiliggesprochen. Seit 1663 ist er der Landespatron Österreichs, Wiens, Nieder- und Oberösterreichs.

An seinem Gedenktag, dem 15. November, findet jedes Jahr in Klosterneuburg der Leopoldikirtag statt. Besondere Attraktion ist dabei das Fasslrutschen. Gegen einen geringen Beitrag kann über das "Tausend-Eimer-Fass" - 300 Jahre alt, 3,8 m hoch, Fassungsvermögen: 56 000 Liter - gerutscht werden. Angeblich geht dabei ein Wunsch in Erfüllung.